Kautions­versicherung | Vergleich

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Kautionsversicherung - erhält Liquidität und Kreditlinie

- Moderne Versicherungslösungen sichern Aufträge und sparen Geld -

Rund 20.000 Unternehmensinsolvenzen wurden im Jahr 2017 in Deutschland beantragt. Spitzenreiter dieser unrühmlichen Statistik ist erwartungsgemäß der Handel, der aber auch die größte Zahl von Betrieben aufweist. Dicht auf den Fersen ist das Bau-Gewerbe, das bei nur halb so vielen Unternehmen auf fast dieselbe Zahl von Insolvenzanträgen kommt. Verständlich, dass die Kunden vorsichtig geworden sind. Ohne eine Sicherheitsleistung ist es praktisch unmöglich, an lukrative Aufträge zu kommen.

Die klassischen Formen der Absicherung sind Sicherheitseinbehalte von der fälligen Zahlung sowie Bankbürgschaften, sogenannte Avalkredite oder Bankavale. Beide Möglichkeiten haben aber ihre Nachteile. Durch den Verzicht auf einen Teil des vereinbarten Entgelts verschlechtern Sie Ihre Liquidität. Sie müssen einen beachtlichen Mehrumsatz erzielen, um diesen Verlust auszugleichen. Schlimmstenfalls kommt es zu Zahlungsengpässen, wenn Sie für Material und Arbeitslöhne in Vorleistung treten müssen. Die Bankbürgschaft ist nach ihrer Rechtsnatur ein Darlehen, wird also auf Ihre Kreditlinie angerechnet. Das zusätzliche Fremdkapital verschlechtert wesentliche Unternehmenskennzahlen, und damit sinkt Ihre Kreditwürdigkeit und die Chance, bei Bedarf zu günstigen Konditionen an frisches Geld zu kommen.

Klassische Form

  • Kautionszahlung / Sicherheitseinbehalt vom Auftraggeber: Verzicht auf Liquidität und Gewinn
  • Beantragen einer Bankbürgschaft: Belastung der Kreditlinie für eventuelle Notfälle oder Anschaffungen

Vorteil Kautionsversicherung

  • Keine Sicherheitsleistung, mehr Kapital zur Verfügung
  • Ohne Eintrag in die Schufa, da Versicherungsprodukt
  • Bürgschaftsrahmen flexibel & online anpassbar

Was ist eine Kautions­versicherung und wie funktioniert diese?

Miet-Kautionsversicherung für Unternehmen

Vielleicht kennen Sie das Verfahren als Vermieter oder Mieter von der privaten Mietkautionsversicherung. Eigentlich muss der Mieter eine vereinbarte Kaution stellen, zum Beispiel drei Netto-Kaltmieten. Der Vermieter darf das Geld aber nicht einfach einstecken, sondern muss die Kaution in bestimmter Weise gesichert anlegen, etwa in Form eines Kautionssparbuchs. Die Mietkautionsversicherung schafft Liquidität, da statt der vollen Kaution nur ein kleiner Versicherungsbeitrag zu zahlen ist. Bei Vermietern findet die Versicherungslösung zunehmend Akzeptanz, weil ein solventer Bürgschaftsgeber dahinter steht und der Verwaltungsaufwand deutlich geringer ist. Sie möchten bei Ihrem Büro oder Ladengeschäft auf die Zahlung einer Kaution verzichten? Erhalten Sie ein passendes Angebot für die Miet-Kautionsversicherung.

 

Kautionsversicherung für Gewerbe und Bau-Handwerk

Die Kautionsversicherung für Gewerbe und Firmen funktioniert im Prinzip nach demselben einfachen Muster. Der Versicherer übernimmt im Auftrag des Gewerbe-Betriebs Avale (Bürgschaft), die inhaltlich – also nach ihrem Sicherungszweck – den Vereinbarungen im Versicherungsvertrag entsprechen. Hier gibt es verschiedene Bürgschaftsarten, die Kautionsversicherung für Unternehmen an den eigenen Bedarf anzupassen.

 


Wer kann eine Kautionsversicherung beantragen?

Kurz und knapp: alle Unternehmen, Gewerbe-Betriebe und Existenzgründer, die beispielsweise Aufträge, Leistungen, Vorauszahlungen oder Angebotskonditionen durch eine Bürgschaft absichern müssen und dabei nicht auf Liquidität und eine großzügige Kreditlinie, zum Beispiel für geplante Betriebserweiterungen, verzichten möchten. Gerade für Existenzgründer ist die Kautionsversicherung eine sehr gute Lösung, statt der Sicherheitseinbehalte von üblichen drei bis fünf Prozent, kann mit dem gesamten Gewinn gewirtschaftet werden.


Was kostet die Kautionsversicherung im Vergleich?

Der Preis für die Versicherung hängt zunächst von der pauschal vereinbarten oder einzeln angemeldeten Bürgschaftssumme ab. Gerechnet wird hier wie mit einem Zinssatz. Dieser wiederum ist abhängig von der Risikobeurteilung, also insbesondere von der Branche und der jeweiligen Bonitätseinschätzung für das Unternehmen. Je nach Bonität kann der Versicherer zusätzlich zum Beitrag eine Sicherheitsleistung vereinbaren.

Um Beiträge zu sparen, kann neben der Gesamtversicherungssumme ein zusätzliches Limit je einzelne Bürgschaft vereinbart sein. Nach diesen Parametern wird der Beitragssatz bei besonders guten Risiken unter einem Prozent der Versicherungssumme liegen, bei hohem Risiko aber auch über drei Prozent. Über unseren Online-Rechner können Sie die Preise entsprechend der Kautionssumme ermitteln und miteinander vergleichen.

Grundsätzlich braucht die Kautionsversicherung den Preisvergleich mit einer Bankbürgschaft nicht zu scheuen. Erfahrungsgemäß liegen die Zinsen dort mit 1,5 % bis 5 % deutlich höher als die Beiträge zur gewerblichen Kautionsversicherung.

Kosten Kautionsversicherung

Bürgschaftsrahmen: 5.000 Euro

Höchstbetrag je Bürgschaft: 5.000 Euro
Sicherheitsleistung: 0,- Euro

Versicherungsbeitrag:
49,- Euro pro Jahr

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Anbieter für Kautionsversicherung

Allianz

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AXA

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Ergo

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HDI

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Helvetia

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R+V

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Gothaer

Gothaer

VHV

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Zurich

Zurich​


Welche Voraussetzungen gibt es für den Abschluss?

Bevor eine Kautionsversicherung für Unternehmen zustande kommt, wird der Versicherer Auskünfte über die Bonität einholen. Insoweit unterscheidet sich die Beantragung der Versicherung nicht von dem Vorgehen bei einer Bankbürgschaft. Allerdings sind den Banken nach den Erfahrungen aus der Finanzkrise, die maßgeblich durch faule Kredite ausgelöst wurde, strenge gesetzliche Vorgaben gemacht worden, was die Bonitätsprüfung angeht –etwa die seit 2007 geltenden Grundsätze „Basel II“ für die Ausstattung mit Eigenkapital, die schrittweise durch die noch strengeren Basel-III-Vorschriften abgelöst werden.

Die Kautionsversicherung beweist im Test, dass die Versicherer keine überzogenen Forderungen stellen. Sie ist bereits für Unternehmen mittlerer Bonität und Existenzgründer problemlos und mit ausreichend hohen Bürgschaftssummen zu erhalten.

Im Versicherungsvertrag verpflichten sich die Kunden, dem Versicherer eine regelmäßige Kontrolle der Geschäftsentwicklung und der Bonität zu gestatten. Jahresabschlüsse und Berichte der Wirtschaftsprüfer hat der Versicherungsnehmer auf Anforderung zur Verfügung zu stellen. Auch hier gibt es keinen praktischen Unterschied zu den Banken, die sogar gesetzlich zu einer regelmäßigen Bonitätsprüfung ihrer Kreditnehmer verpflichtet sind und sich dazu der umfassenden Schufa-Informationen bedienen. Die Schufa Holding AG ist mehrheitlich im Eigentum der Banken und Sparkassen, und sie bedienen sich dieser Quelle, um Anforderungen nach dem Kreditwesengesetz zu erfüllen. Für die Versicherer gilt das Gesetz nicht – sie nehmen Bonitätsprüfungen im eigenen Interesse und im Interesse der Versichertengemeinschaft vor, um faire, auskömmliche Beiträge nach dem individuellen Risiko zu erheben.


Was passiert, wenn ein Aval in Anspruch genommen wird?

Hinsichtlich der Leistung aus der Kautionsversicherung gilt es, mit einem Missverständnis aufzuräumen: Die Versicherungsleistung beschränkt sich auf das Stellen der Garantie. Wird eine Bürgschaft tatsächlich in Anspruch genommen, leistet der Versicherer zwar in der Regel vor und garantiert dem Anspruchsteller somit einen zahlungskräftigen Schuldner, aber er wird sich das Geld beim Versicherungsnehmer zurückholen.

Hier gilt es aufzupassen bei der Vertragsgestaltung. Ungünstig ist, wenn der Versicherer einem Avalgläubiger Forderungen sofort auszahlt, ohne seinem Kunden vorher die Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Man nennt das eine Leistung „auf erstes Anfordern“. In guten Verträgen wird auf diese Option verzichtet, das heißt, der Versicherungsnehmer – zu dessen wirtschaftlichen Lasten die Zahlung letztendlich geht – wird in die Beurteilung, ob die Forderung zu Recht besteht, einbezogen.


Beratung durch Experten

Jörg-Wienbreyer

“Sie haben noch Fragen zur Kautions­versicherung? Gern beraten unsere Fachberater Sie kostenfrei und unverbindlich.

Tel: 030-30345679 (Mo-Fr- 10-18 Uhr)”

Jörg Wienbreyer, Versicherungsexperte