Gewerbe­versicherung


Gewerbeversicherung online vergleichen: Die wichtigsten Versicherungen im Überblick

Ein eigenes Gewerbe ist der Traum vieler Menschen! Wer sich jedoch selbstständig macht, geht ein hohes persönliches und finanzielles Risiko ein. Deshalb ist es wichtig, das eigene Gewerbe von Beginn an ausreichend zu versichern. Welche Risiken durch eine Gewerbeversicherung (Betriebsversicherung) abgesichert werden sollten, hängt dabei von der Art des Betriebes und den möglichen Schadensfällen ab. Im Gegensatz zu Versicherungen für den privaten Bereich, handelt es sich bei den Gewerbeversicherungen zumeist um Policen, die genau auf den Bedarf des jeweiligen Versicherungsnehmers zugeschnitten sind. Im Folgenden beleuchten wir die wichtigsten gewerblichen Versicherungen und ihren individuellen Schutz!

Die relevanten Versicherngen für Ihr Gewerbe - von der Haftpflichtversicherung bis zur Gewerberechtsschutzversicherung

1. Gewerbehaftpflicht­versicherung – Umfassender Schutz für Ihr Gewerbe

Wie im privaten Bereich gehört auch für Unternehmen eine Gewerbehaftpflicht zu den wichtigsten Gewerbe- und Betriebs­versicherungen. Dabei sind zwei Vertragsarten zu unterscheiden.

Betriebshaft­pflichtversicherung

Mit der Betriebshaftpflicht sind Sie und Ihre Mitarbeiter bei Personen- und Sachschäden gegenüber Ihrem Vermieter, Kunden oder weiteren Dritten geschützt. Die Betriebshaftpflicht übernimmt die entstandenen Kosten und schützt Ihr Privatvermögen. Sind Schadensersatz­ansprüche von anderen an Sie nicht richtig? Dann übernimmt Ihre Versicherung eine Abwehrfunktion und übernimmt die Anwalts- und Gerichtskosten.

Vermögens­schadenhaftpflicht

Die Vermögensschaden­haftpflicht übernimmt finanzielle Schäden, die der Unternehmer oder einer seiner Mitarbeiter Dritten zufügt. Besonders für beratende Berufe ist diese Art der Gewerbeversicherung wichtig. Nach dem Gesetz sind Privatpersonen wie auch Unternehmen für schuldhaft verursachte Schäden in voller Höhe haftbar. Je nach Art des verursachten Vermögensschadens kann eine beträchtliche Summe entstehen, die mitunter den finanziellen Ruin bedeuten kann. Eine Vermögensschaden­haftpflicht nimmt Ihnen dieses Risiko ab.


2. Rechtsschutz: Eine der wichtigsten Gewerbeversicherung

Gewerbetreibende sind immer wieder von Rechtsstreitigkeiten mit Kunden, Geschäftspartnern oder Mitarbeitern betroffen. Die Rechtsschutz­versicherung übernimmt die Kosten für den eigenen Anwalt sowie Gerichtskosten, Aufwendungen für Gutachter, Zeugen oder Sachverständige. Falls erforderlich, trägt sie die Kosten für den Anwalt der Gegenseite. Je nach gewählter Gewerbeversicherung ist auch die Hinterlegung einer Strafkaution beinhaltet.

Wie bei der privaten Rechtsschutz­versicherung können sich Unternehmen ihren Versicherungsschutz individuell zusammenstellen. Wichtige Versicherungspakete sind dabei:

  • Arbeitgeber-Rechtsschutz
  • Verkehrsrechtsschutz,
  • Vertragsrechtsschutz,
  • Strafrechtsschutz.

3. Inhaltsversicherung: Sachgegenstände im Betrieb absichern

Eine Inhaltsversicherung bzw. eine Betriebsinhalts­versicherung ist für Unternehmen ebenfalls unverzichtbar. Diese Gewerbeversicherung ähnelt vom Leistungsumfang einer privaten Hausratversicherung. Sie deckt die finanziellen Folgen bei Beschädigung oder Zerstörung durch Feuer, Einbruchdiebstahl, Vandalismus, Raub, Sturm, Hagel oder anderer elementarer Ereignisse ab. Neben den Betriebsgebäuden sind alle zum Betriebsvermögen gehörenden Gegenstände wie Waren und Vorräte versichert. Kommt es zu einem Schaden, ersetzt die Versicherung den Neuwert der Sache.



4. Versicherung bei Betriebs­unterbrechung - eine wichtige Betriebs­versicherung

Die Betriebsunterbrechungs­versicherung ersetzt den finanziellen Schaden, der durch eine vorübergehende Schließung des Unternehmens besteht. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Maschinen oder andere Gegenstände zerstört oder gestohlen werden. Je nach Länge der Betriebs­unterbrechung kann dabei ein enormer finanzieller Schaden entstehen. Die Versicherung ersetzt zum einen den durch die Schließung entgangenen Gewinn und zum anderen die fortlaufenden Kosten wie Löhne, Gehälter oder Provisionen. Versichert ist dabei eine Betriebs­unterbrechung von bis zu 12 Monaten, wobei die Assekuranzen eine Ausweitung auch auf bis zu 24 Monate anbieten.


5. Die Kredit­versicherung: Bürgschaft- und Kautions­versicherung

Eine Kreditversicherung ist ebenfalls eine erforderliche Gewerbeversicherung. Aufgrund der hohen Anzahl an Risiken haben sich in den letzten Jahren verschiedene Kreditversicherungen entwickelt. Besonders für Unternehmen der Baubranche ist die Bürgschaftsversicherung und für Handel-Gewerbe-Betriebe die Kautionsversicherung sinnvoll. Diese springt dann ein, wenn der Auftraggeber für ein Projekt bestimmte Sicherheiten verlangt. Ohne Bürgschaft kommen insbesondere größere Projekte oftmals nicht zustande. Der Vorteil einer solchen Gewerbeversicherung gegenüber einer Bankbürgschaft liegt darin, dass der Unternehmer seinen Kreditrahmen nicht beanspruchen muss.

Abgesicherte Schneiderin in ihren Gewerbe - mit einer Kautionsversicherung schneidert es sich besser
  • Mietkautions­versicherung:

    Um die Liquidität, vor allem für Existenzgründer und Start-ups zu schonen, können bei Anmietung eines Ladengeschäfts oder von Büroräumen, statt der Kaution an den Vermieter eine Kautions­versicherung abgeschlossen werden. Die Zahlung der Kaution entfällt, es muss lediglich ein kleiner Versicherungs­beitrag jährlich gezahlt werden. Wenn die Liquidität ausreichend vorhanden ist, kann diese gekündigt und die vereinbarte Kaution an den Vermieter gezahlt werden.
  • Forderungsausfall­versicherung:

    Eine weitere wichtige Gewerbeversicherung ist die Forderungsausfall­versicherung. Diese gehört ebenfalls zu den Kredit­versicherungen, durch die alle gewährten Kredite gegenüber Lieferanten abgesichert werden. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten können Unternehmen schnell in Zahlungsschwierigkeiten kommen, sodass sie offene Forderungen nicht mehr realisieren können.
  • Exportkredit­versicherung:

    Durch eine Exportkredit­versicherung oder Ausfuhrkreditversicherung können Exporteure das finanzielle Risiko bei einer Zahlungsunfähigkeit von ausländischen Geschäftspartnern absichern. Durch die staatliche Exportkredit­versicherung werden nur Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als zwei Jahren abgesichert. Dazu greift die staatliche Versicherung nicht bei Geschäftspartnern, die in Kernländern der OECD bzw. in den EU-Ländern beheimatet sind.

6. Die gewerbliche Gebäudeversicherung

Mit einer gewerblichen Gebäudeversicherung können Unternehmer die zur Betriebsausübung erforderlichen Gebäude gegen die finanziellen Folgen eines Schadens versichern. Versichert sind neben dem Fundament auch die tragenden Wände, das Dach sowie fest verlegte Bodenbeläge.
Im Prinzip gilt der Versicherungsschutz für alles, was fest mit dem versicherten Gebäude verbunden ist. Hierzu gehören beispielsweise:

  • Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel
  • optional noch weitere Elementarschäden
  • Mietverluste
  • Schäden an Beleuchtungs- und Antennenanlagen