IT-Haftpflicht­versicherung für Freiberufler, Dienstleister und Unternehmen

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Was ist eine IT-Haftpflicht - Betriebshaftpflicht, Berufshaftpflicht oder Vermögensschaden­haftpflicht?

Bei der Recherche nach der passenden IT-Haftpflicht stößt man immer wieder auf verschiedene Empfehlungen für die IT-Branche: Berufshaftpflicht, Betriebshaftpflicht oder Vermögensschadenhaftpflicht. Kurz erläutert liegt der Unterschied im Folgenden:

  • Die Betriebshaftpflichtversicherung ist die Absicherung von Personen- und Sachschäden gegenüber Dritten.
  • Eine Vermögensschadenhaftpflicht versichert IT-spezifische Risiken, bei dem ein reiner finanzieller Schaden gegenüber Dritten entsteht. Beispiele sind ein Umsatzausfall oder zusätzliche Kosten.
  • Beide Versicherungsarten in einem Paket, die Betriebshaftpflicht und Vermögensschadenhaftpflicht, nennt man auch Berufshaftpflichtversicherung.

Wer benötigt eine IT-Haftpflichtversicherung?

Sie setzen als Webdesigner neben Ihrem Studium oder Ihrem Hauptjob eigene IT-Projekte um? Sie starten als Existenzgründer im Bereich IT-Consulting bzw. IT-Beratung? Oder sind Geschäftsführer eines IT-Unternehmen? In welcher Situation auch immer, eine IT-Haftpflicht ist für Selbständige, Freiberufler oder Unternehmen (z.B. GbR, UG, GmbH, AG) unverzichtbar. Ein Schaden gegenüber Dritten ist jederzeit durch Sie oder Ihre Mitarbeiter möglich. Die Haftung ist meistens unbegrenzt der Höhe nach. Unabhängig davon, ob Sie Ihre unternehmerische Tätigkeit hauptberuflich oder nebenberuflich ausführen.


Warum ist eine IT-Haftpflichtversicherung wichtig? - Informationen im Überblick

versichert

  • Zahlung berechtigter Forderungen
  • Abwehr unberechtigter Ansprüche (passiver Rechtsschutz)
  • IT-spezifische Leistungen und Produkte (z.B. fehlerhafte Programmierung)
  • Dienstleistung mit Software (z.B. Anpassung, Implementierung, Beratung)
  • Vertrieb, Handel, Montage, Nachrüstung von Hardware
  • Ansprüche aus Verzug / Nichteinhaltung von Fristen und Terminen
  • Verletzung gewerblicher Schutz- und Urheberrechte
  • Datenschutz- und Persönlichkeits­rechtsverletzung
  • Datenlöschung, sowie Folgeschäden
  • Schadensersatz aufgrund Viren oder anderen Schadprogrammen
  • Produkthaftpflicht - (selbst hergestellte Erzeugnisse)
  • Eigenschäden - (z.B. Rücktritt Auftraggeber)
  • Auslandsdeckung (USA/Kanada mit Einschränkung)
  • Rückwirkender Versicherungsschutz (Vorumsätze)
  • Rechtskosten bei Unterlassung / einstweilige Verfügung
  • Vergabe von Leistungen an Freiberufler

ausgeschlossen

  • Vorsatz - wissentliche Verstöße gegen das Gesetz oder vertragliche Vereinbarungen
  • Ansprüche auf Erfüllung von Verträgen, Nachbesserung oder Minderung
  • Erfolgszusagen - sogenannte Garantieversprechen
  • Entschädigungen mit Strafcharakter inkl. Regressansprüchen
  • Rückrufkosten für Erzeugnisse (Software-, Hardwareprodukte)

Welche Leistungen sind über den Schutzschirm IT-Haftpflicht versichert?

IT-Unternehmer unter Schutzschirm der Versicherung

I. IT-Deckung (Vermögensschaden - VSH)

Versicherungsschutz besteht für Vermögensschäden gegenüber Dritten, ohne dass ein Personen- oder Sachschaden vorangegangen ist. Der IT-Haftpflicht Versicherer übernimmt berechtigte Ansprüche oder wehrt unberechtigte Forderungen über den Rechtsweg ab. Die entstandenen Kosten übernimmt der Versicherer auch beim Gerichtsprozess.

Diese Schäden können beispielsweise aufgrund der Lieferung falscher Software oder Erbringung mangelhafter Leistung entstehen. Auch die Übermittlung von Viren oder anderen Schadprogrammen können nicht ausgeschlossen werden. Durch die Tätigkeit beispielsweise bei einer Fernwartung kann die Löschung oder Beschädigung von Daten Dritter, hohe finanzielle Ansprüche zur Folge haben.

Was passiert bei der Nichteinhaltung von Fristen oder Terminen? Ein IT-Dienstleister führt Update-Arbeiten bei einem Online-Shop durch. Durch die fehlerhafte Einschätzung von vorhandenen technischen, logistischen, finanziellen oder personellen Ressourcen, führt dies zu einem Schadensersatz an den Auftraggeber. Viele Szenarien sind nicht vorhersehbar, können jedoch hohe finanzielle Folgen für IT-Freiberufler oder IT- Unternehmen haben.

Bei einigen IT-Haftpflicht Policen ist der Versicherungsschutz für Eigenschäden mitversichert oder gegen einen Zuschlag möglich. Im Falle eines berechtigten Rücktritt des Auftraggebers vom Vertrag, werden vergebliche Aufwendungen wie Sach- und Personalkosten übernommen. Bei sehr guten IT-Tarifen sogar die Honorare von Selbstständigen und Freelancer. Nicht versichert ist die Kündigung eines Auftraggebers, sowie der entgangene Gewinn.

IT-Dienstleister tätig an einem Serverschrank vom Kunden

II. Betriebshaftpflicht (Personen- und Sachschaden - BHV)

Die Betriebshaftpflichtversicherung für IT-Freiberufler und IT-Unternehmen versichert berechtigte Ansprüche Dritter aus Personen- und Sachschäden oder daraus folgenden Vermögensschäden. Unberechtigte Ansprüche werden von der Versicherung für IT-Berufe über den Rechtsweg abgewehrt.

Viele IT-Unternehmen und auch Freiberufler führen Ihre Arbeit beim Kunden vor Ort aus. Vorallem bei der Installation oder Wartung von Technik kann es zu einem sogenannten Tätigkeitsschaden kommen.

Versichert sind auch Risiken aufgrund der Nutzung von einem Büro. Schäden können jederzeit auch bei der Ausführung von Betriebsveranstaltungen, Seminaren oder Schulungen, sowie der Teilnahme auf Messen entstehen. Ein Personenschaden ist kaum vorstellbar, aber in der Vergangenheit vorgekommen. Es reicht nur das Stolpern eines Kundens bei Ihnen im Büro. Die Krankenversicherung des Geschädigten kann das IT-Unternehmen für die entstandenen Kosten in Regress nehmen.

Bestandteil der Betriebshaftpflicht ist immer auch die Umwelthaftpflicht, wie vom Gesetzgeber gefordert.


Unterschiede der IT-Haftpflichtversicherung am Schadenbeispiel

  VSH BHV
Bei der Programmierung eines Online-Shop kommt es zu einem gravierenden Fehler. Viele Artikel werden nicht mehr angezeigt. Die Umsatzeinbußen werden erst nach einem Monat festgestellt. Der finanzielle Schaden wird vom freiberuflichen Programmierer verlangt.
Eine IT-Schnittstelle funktioniert aufgrund eines fehlerhaften Update nicht mehr. Der Kunde des Webdesigner muss zusätzliches Personal beschäftigen um die Daten zu pflegen. Die Kosten für den Mehraufwand und den Nutzungsausfall werden gefordert.
Das vereinbarte Service-Level-Agreement kann nicht gehalten werden. Der Kunde macht Schadenersatz geltend.
Bei einer Datenbankmigration von einem Auftraggeber kommt es zu einem Datenverlust. Die Sicherungs-Dateien sind ebenfalls fehlerhaft.
Eine DoS-Attacke verursacht einen mehrtägigen Ausfall beim Hosting eines Online-Shops. Die zugesagte Erreichbarkeit kann nicht eingehalten werden. Der Kunde macht einen Umsatzausfall geltend.
Tätigkeitsschaden - Bei der Installation und Wartung wird die IT-Technik vom Kunden beschädigt.
Büro- und Betriebsstättenrisiko - Aufgrund einer Überspannung fängt die Technik an zu brennen, es wird das Bürogebäude mit beschädigt.
Bei einer Schulungsveranstaltung in Ihren Räumlichkeiten verletzt sich eine Person. Die Krankenversicherung fordert vom IT-Unternehmen die entstandenen Kosten.

Wo besteht Versicherungsschutz?

Grundsätzlich besteht weltweiter Versicherungsschutz. Jedoch gibt es wesentliche Unterschiede zwischen den IT-Haftpflicht Tarifen und Versicherungen. Je nach Bedarf des IT-Freelancer oder IT-Unternehmen ist die Auswahl des passenden Schutz von Bedeutung.

  • Weltweiter Versicherungsschutz aus Anlass von Geschäftsreisen oder aus der Teilnahme an Ausstellungen, Kongressen, Messen und Märkten.
  • Indirekte Exporte, wenn Produkte oder Dienstleistungen ins Ausland gelangt sind, ohne dass der Versicherungsnehmer dies veranlasst hat.
  • Direkte Exporte, also Erzeugnisse die ins Ausland geliefert oder dorthin hat liefern lassen, werden von den Versicherungen sehr unterschiedlich gehandhabt. In einigen Tarifen gilt der Versicherungsschutz weltweit, ohne USA und Kanada oder auf das europäische Ausland begrenzt. Detailierte Informationen finden Sie in unserem IT-Haftpflicht Vergleich.

Experten-Tipp

Martin Butters

“Achten Sie in unserem IT-Haftpflicht Vergleich auf den Punkt: offene Risiko-Deckung. Dadurch entfällt eine Aufzählung sämtlicher IT-Risiken, so fern Sie nicht konkret in den Bedingungen ausgeschlossen sind.”

Martin Butters, CEO Finanzchecks